Aachener Dialog 2006
Wirtschaftsminister Glos und Finanzminister Steinbrück zu Gast beim diesjährigen Aachener Dialog
Auf eine überwältigende Resonanz stieß der diesjährige Aachener Dialog. Mehr als 500 Gäste, unter ihnen viele Prominente aus Politik, Wirtschaft und Forschung, verfolgten gespannt die Diskussion zwischen den Bundesministern Michael Glos (CSU) und Peer Steinbrück (SPD) über die Frage, wann in Deutschland mit einem Aufschwung gerechnet werden kann. Ebenso groß war das Medieninteresse: Die Fernsehsender n-tv und phönix übertrugen live aus der Direktion der AachenMünchener.„Wann kommt der Aufschwung?“
Die zentrale Frage und Titel der Veranstaltung war: „Wann kommt der Auschwung“? Denn die Konjunktur in Deutschland weiter anzukurbeln, das ist die wichtige Aufgabe der Minister Glos und Steinbrück, die wie einst Wirtschaftsminister Karl Schiller und Finanzminister Josef Strauß unter der Großen Koalition von 1966 bis 1969 in der Pflicht stehen. Beide rechnen grundsätzlich für das Jahr 2006 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent und möchten, so Michael Glos „beide das gleiche, dass es in Deutschland aufwärts geht!“
Für Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) gilt es nach eigenen Angaben, die Aufgabe zu bewältigen, den Bundeshaushalt um eine strukturelle Lücke von 50 Milliarden Euro zu konsolidieren, ohne dass es hierbei zu „konjunkturellen Kollateralschäden“ kommt. Eine Vergangenheitsfinanzierung zu Lasten nachfolgender Generationen werde es laut Steinbrück nicht mehr geben. Sein Ziel sei es, bis 2007 die Schuldengrenze nach den Vorgaben des Stabilitätspaktes einzuhalten.
Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) unterstützte Steinbrücks Forderung nach dem Erhalt der Kaufkraft im Inland. Er wiederholte seine Forderung nach höheren Löhnen, forderte jedoch gleichzeitig die Bereitschaft ein, je nach Lage der Branche „länger und härter zu arbeiten“.Handlungsfelder der Großen Koalition seien neben der Frage nach der Strukturgestaltung der künftigen Energieversorgung die Stabilisierung des Gesundheitssystems und die Reform der Pflegeversicherung. Neben einer Entlastung bei der Sozialversicherung sei auch eine Reform der Unternehmenssteuer im Gespräch. Konkrete Zielvorgaben nannten beide Minister in diesem Zusammenhang noch nicht.


