Aachener Dialog 2003
n-tv und Phoenix berichteten live - Medienpreis an Journalisten verliehen
Reformen in Deutschland waren das Thema beim Aachener Dialog 2003, zu dem der Vorstandsvorsitzende der Aachener und Münchener, Michael Westkamp, in die Direktion eingeladen hatte.
"Reformland Deutschland?" - Zu diesem Thema hatte der Vorstandsvorsitzende der Aachener und Münchener, Michael Westkamp, den Vorsitzenden der SPD-Bundestags-fraktion, Franz Müntefering, den Vorsitzenden der CDU Nordrhein-Westfalen und der CDU-Landtagsfraktion NRW, Dr. Jürgen Rüttgers, den Vorsitzenden der FDP-Bundestags-
fraktion, Dr. Wolfgang Gerhardt, und den Vorsitzenden des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Prof. Wolfgang Wiegard, zu einer gut zweistündigen Diskussion in die Direktion Aachen eingeladen.
Michael Westkamp in seiner Begrüßungsrede: "Wir wollen von Ihnen erfahren, wie unsere führenden Politiker denken, warum Sie die Weichenstellungen so oder so vornehmen wollen, welche Motive dafür ausschlaggebend sind, welche Konzepte Sie in der Tasche haben und wie es um die Realisierung angesichts unterschiedlicher Mehrheitsverhältnisse im Bundestag und Bundesrat steht - Stichwort Vermittlungsausschuss. Mit Ihren Entscheidungen bestimmen Sie schließlich die Rahmenbedingungen auch für uns, die unternehmerisch handeln."
Alle drei Parteienvertreter waren sich einig, dass Reformen notwendig seien und es am 19. Dezember zu einer Einigung im Vermittlungsausschuss kommen wird.
Müntefering: "Es wird Kompromisse geben, welche kann ich aber nicht sagen. Wenn wir ein Wohlstandsland bleiben wollen, müssen wir in die Zukunftschancen unserer Gesellschaft investieren."
Dr. Jürgen Rüttgers bestätigte, dass "es zu einer Einigung kommt", jedoch kündigte er gleichzeitig an, dass es mit der CDU keine vorgezogene Steuerreform zu 100 % auf Pump geben wird.
Dr. Wolfgang Gerhardt sieht in den laufenden Beratungen des Vermittlungsausschusses allenfalls die Möglichkeit kleinerer Reparaturen und forderte: "Wir müssen einen viel größeren Schritt machen. Keines der Reformmodelle wird für soziale Stabilität sorgen, wenn wir nicht von der hohen Zahl der Arbeitslosen herunterkommen."
Prof. Wolfgang Wiegard forderte die Senkung der Steuersätze, damit das Kapital nicht mehr einen großen Bogen um Deutschland macht. Deutschland müsse sich dem Vergleich mit dem internationalen Steuerrecht stellen.
Zum Auftakt der Veranstaltung, zu der zahlreiche Journalisten aus Funk und Fernsehen in Aachen erschienen waren, wurde der Medienpreis 2003 der Aachener und Münchener an mehrere Journalisten vergeben. In diesem Jahr erhielten die Journalisten der Wirtschaftswoche, Rüdiger von Schönfels und Christoph Schürmann, die Autorin Heike Kollatz, und der freie Journalist Stefan Schmid die begehrte Auszeichnung. Der Förderpreis für journalistische Arbeiten wurde an Nora Luttmer vergeben.


