STROMFRESSER Nichts verschleudern Das Jahr ist noch jung, die guten Vorsätze frisch. Wer etwas für die Umwelt und den Klimaschutz tun möchte, kann damit in den eigenen vier Wänden anfangen. Mit modernen Haushaltsgeräten und einfachen Maßnahmen lässt sich der Energieverbrauch senken und das Budget entlasten. Durchschnittlich 14 Jahre tut ein Kühlschrank in einem deutschen Haushalt seinen Dienst. Ein Standardgerät dieses Alters mit einem Fassungsvermögen von 150 Litern verbraucht dabei etwa 255 Kilowattstunden im Jahr. Bei einem angenommenen Strompreis von 24 Cent pro Kilowattstunde verursacht dieses Gerät im Jahr 61 Euro Kosten. Ein modernes Gerät gleicher Größe mit der Energieeffizienzklasse A++ verbraucht jährlich dagegen nur 135 Kilowattstunden, was mit 32 Euro zu Buche schlägt. Doch häufig sind noch Geräte in Betrieb, die älter und ineffizienter sind als der fast eineinhalb Jahrzehnte alte Oldie. Auf die Effizienzklasse achten Schon die einfache Rechnung macht deutlich, wie groß das Stromsparpotenzial in den eigenen vier Wänden ist. Ob Kühlschrank, Waschmaschine oder Herd – große Haushaltsgeräte sind nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (Dena) für rund 50 Prozent der privaten Stromkosten verantwortlich. Wer auf moderne Geräte umrüstet und beim Kauf neben dem Preis auf die Energieeffizienz achtet, kann bares Geld sparen. Seit dem 20. Dezember 2010 gilt etwa für Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen und Geschirrspüler die neue Energiespar- Kategorie A+++. Gegenüber Geräten der zweitbesten Kategorie A++ kommen diese Effizienzmeister mit rund 20 Prozent weniger Strom aus. Darüber hinaus sollten Käufer bei der Neuanschaffung auch an die Größe des Geräts denken. Für einen Zweipersonenhaushalt empfiehlt die Stiftung Warentest ein Kühlschrankvolumen von 140 Litern. Für Familien gilt die Faustregel: pro Person 50 Liter. Daneben helfen ganz einfache Mittel dabei, den Stromverbrauch zu reduzieren (siehe Kasten). So sollte etwa die Tür möglichst schnell wieder geschlossen werden, da der Kühlschrank die einströmende Raumluft wieder herunterkühlen muss. Neben den klassischen großen Stromfressern sollten Energiesparer auch Fernseher sowie Computer & Co. im Blick behalten. Allein durch das Ausstellen des Stand-by- Betriebs kann ein durchschnittlicher Familienhaushalt rund 115 Euro jährlich einsparen. Nicht in die Röhre schauen Beim Kauf eines modernen TV-Geräts sollten Käufer die LCD-Technik wählen. Einige Plasma-Fernseher verbrauchen mehr Strom als so manch alter Röhrenkasten. Seit November sorgt das Energielabel auch bei TV-Geräten für Orientierung: Die sparsamsten sind mit A klassifiziert. Bis 2020 soll die Skala auf A+++ erweitert werden. Wer sich neue Geräte anschafft, investiert nicht nur in Nachhaltigkeit. „Computer, Hi-Fi-Anlage und moderne Haushaltsgeräte stellen beträchtliche Werte dar. Diese lassen sich mit einer Hausratversicherung gegen Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion, Einbruchdiebstahl und Raub, Vandalismus nach einem Einbruch oder Leitungswasser optimal absichern“, empfiehlt Stefan Köhlbach von der AachenMünchener. Haushaltsgeräte: Tipps zum Stromsparen - Kühlschrank: Die Größe muss zum Haushalt passen. Riesenschränke in Zweipersonenhaushalten, die nicht gefüllt werden, vergeuden Energie. Die Platzierung neben Wärmequellen wie Heizung oder Backofen vermeiden, denn auch das treibt den Energieverbrauch in die Höhe. - Waschmaschine: Energiesparprogramme senken den Stromverbrauch. Wer auf die Vorwäsche verzichtet, spart zusätzlich Energie und Wasser. Die Maschine immer voll beladen und mit möglichst niedrigen Temperaturen waschen. - Geschirrspüler: Viele Geräte können direkt an die Warmwasserversorgung angeschlossen werden. Das spart Strom. Bei modernen Geräten ist das Vorspülen des Geschirrs unter laufendem Wasser nicht notwendig. - Lampen: klassische Glühbirnen sukzessive durch Halogen-, Kompaktleuchtstoff- oder LED-Lampen ersetzen. Besonders in Deckenleuchten, in denen die Lampen lange brennen, lohnen sich Energiesparlampen. - Herd und Backofen: Auf das Vorheizen des Ofens verzichten und ihn 15 Minuten vor Ende der Garzeit ausschalten. So wird die Restwärme effektiv genutzt. Bei langen Garzeiten reduziert ein Schnellkochtopf den Energieverbrauch um die Hälfte.