UNFÄLLE IM HAUSHALT Gefährlicher Frühjahrsputz Mit dem Frühling beginnt in vielen Haushalten auch die Saison für den Frühjahrsputz: Ausmisten, Gardinen waschen, Fenster putzen, den Garten von Moos und Unkraut befreien und Obstbäume beschneiden. Wer nicht nur ein kleines Apartment, sondern ein Haus mit Garten bewohnt, hat besonders viel zu tun. Doch gerade bei Arbeiten, die im eigenen Heim anfallen, passieren auch die häufigsten Unfälle: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kommen mittlerweile mehr Menschen bei häuslichen Unfällen ums Leben (2006: 6.455 Todesfälle) als bei Verkehrsunfällen (5.174 Tote, im selben Jahr). Auch die Zahl der Verletzungen ist groß: Nach Erhebungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA, 2000) verunglücken im Jahr 5,36 Millionen Menschen in Heim und Freizeit so schwer, dass sie einen Arzt aufsuchen müssen. Dabei wären viele der Unfälle leicht zu vermeiden. Ein häufiger Unfallort ist zum Beispiel das Treppenhaus: Wer den Wäschekorb zu voll belädt oder vergisst, das Licht anzuschalten, übersieht gefährliche Stolperfallen. Beim Fensterputzen oder Gardinenabnehmen werden unstabile Tritthilfen benutzt wie Klappstühle oder Bügelbretter. Oft erscheint es zu aufwändig, die standsichere Leiter aus dem Keller zu holen. „Lieber die Leiter einmal mehr verrücken, als sich zu weit nach links oder rechts zu lehnen. Und auch die sichere Leiter kann einen Sturz nicht verhindern, wenn sie auf einer Teppichkante oder dem unebenen Altbauparkett steht“, warnen die Experten der AachenMünchener. Wichtig: Für jede Arbeit muss ausreichend Zeit eingeplant werden.