ZECKENBISSE Die Gefahr lauert im Gras Zecken halten sich meist zwischen den Grashalmen auf und warten dort unbemerkt auf ihr nächstes Opfer. Die Stiche selbst sind für den Menschen harmlos, doch die kleinen Blutsauger können mit ihrem Speichel schwere Krankheiten übertragen. Eine Unfallversicherung mildert die finanziellen Folgen. Fußballprofi Bastian Schweinsteiger fiel 2005 einem kleinen Parasiten zum Opfer. In der Folge hatte er immer wieder Schmerzen im Knie. Erst zwei Jahre später fanden Ärzte die Ursache heraus: Eine Zecke hatte den Fußballer mit der Krankheit Borreliose infiziert. Bis zum Saisionende musste er pausieren. Wie Bastian Schweinsteiger geht es vielen Borreliose-Patienten: Sie bringen erste Anzeichen wie Kopfschmerzen und Fieber nicht mit einem Zeckenbiss in Verbindung. Damit geht wichtige Zeit verloren. Denn Borreliose ist leicht mit Antibiotika zu behandeln – wenn sie nur früh genug erkannt wird. Wenn nicht, können chronische Schmerzen entstehen. Noch verheerender ist die ebenfalls durch Zecken übertragbare Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME): Der Virus kann zu Gehirnhautentzündung und sogar zum Tode führen, denn bisher gibt es kein Heilmittel. Im Jahr 2008 traten in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 288 Fälle auf. „Das Risikogebiet für FSME hat sich in den vergangenen zehn Jahren stark ausgebreitet. Daher sollten sich Personen, die sich regelmäßig in den Gefahrengebieten aufhalten, entsprechend impfen lassen“, rät Rolf Dockhorn, Experte der AachenMünchener. Lebensstandard erhalten Gegen Borreliose ist keine Impfung möglich, zudem ist das Risikogebiet viel größer als das für FSME. Hier hilft nur die Prophylaxe, also den Kontakt mit Zecken zu vermeiden und sich abzusichern. Denn wer ernsthaft erkrankt, kann zu den gesundheitlichen oft auch finanzielle Probleme bekommen. Eine Unfallversicherung bezahlt eine Invaliditätsleistung, Krankenhaustagegeld oder im Extremfall eine lebenslange Rente. Profisportler wie Bastian Schweinsteiger haben diese Notwendigkeit längst erkannt und sind zumeist umfassend versichert. So schützt man sich vor Krankheiten, die durch Zeckenbisse übertragen werden: - Wer ins Grüne geht, sollte lange Ärmel und vor allem lange Hosen tragen, da Zecken oft im Gras sitzen. - Insektenschutzmittel hält Zecken zumindest eine Zeit lang ab. - Nach jedem Aufenthalt im Grünen sollte der ganze Körper, besonders Achselhöhlen, Kniekehlen und Leistengegend gründlich abgesucht werden. Kinder sind besonders gefährdet, weil sie durch Büsche streifen und im Gras spielen. - Hat sich eine Zecke am Körper festgesaugt, muss sie sofort entfernt werden. Studien belegen: Je länger die Zecke saugt, desto größer ist die Gefahr, dass sie durch ihren Speichel eine Krankheit überträgt. - Zecken lassen sich am besten mit einer Pinzette, Zeckenschlinge oder -karte entfernen. Drehen ist nicht nötig.